Voneinander lernen: die WiM Netzwerk Dialoge sind gestartet
- womeninmobility
- vor 1 Tag
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Frauennetzwerke in Unternehmen leisten viel: für den Zusammenhalt, die Sichtbarkeit von Frauen und oft auch die eigene Karriere. Aber wie macht man sie wirksam? Welche Themen treffen den Nerv? Wie gelingt es, auch männliche Kollegen einzubeziehen? Genau diese Fragen standen im Mittelpunkt des Auftakts unseres neuen Formats WiM Netzwerk Dialoge.

Zum Auftakt der WiM Netzwerk Dialoge haben Petra Bönnemann (BOGESTRA), Nancy Rudolph (Scheidt & Bachmann) und Dr. Fehime Demir (Volkswagen) Einblicke in ihre Netzwerke gegeben, die sich zwar in Größe, Struktur und der Art, wie sie im jeweiligen Unternehmen verankert sind, unterscheiden, die aber alle vor ähnlichen Grundfragen stehen: Wie organisiert man sich nachhaltig? Wie viel Unterstützung gibt es durch den Arbeitgeber und wie hält man ein Netzwerk lebendig, das von freiwilligem Engagement lebt?
Die Vertreterinnen haben ihre Best Practices dazu geteilt. Von Speed Dating-Formaten über prominente Speakerinnen bis zur Erkenntnis, dass man es manchmal einfach aushalten muss, dass es Phasen gibt, in denen sich die Mitglieder des Netzwerks weniger engagieren.
Ein Thema zog sich wie ein roter Faden durch alle Beiträge: Netzwerkarbeit ist keine Selbstläuferin. Sie braucht Zeit, Sichtbarkeit und viel Engagement. In der Diskussion wurde deutlich, dass es in fast allen Netzwerken aktive Kerntruppen und eine größere Gruppe von Mitgliedern gibt, die schwieriger zu erreichen sind. Entscheidend ist, unterschiedliche Formate und Angebote zu finden, die möglichst viele ansprechen. So dass auch die unterschiedlichen Berufsgruppen im Unternehmen etwas finden, das für sie Relevanz hat. Auch der Zeitpunkt der Veranstaltungen ist keine Nebensache. Formate in der Freizeit ermöglichen oft eine andere, offenere Dynamik, schließen aber auch Menschen aus, die im Schichtdienst arbeiten oder Kinder und Angehörige versorgen müssen. Deshalb gilt auch hier: ein Mix aus unterschiedlichen Zeitfenstern lohnt sich.

Die Teilnehmenden rieten außerdem dazu, aktiv zuzuhören, regelmäßig Feedback einzuholen und Kolleginnen und Kollegen gezielt persönlich zu Veranstaltungen einzuladen, die für sie von Relevanz sind oder sein könnten. Auch Role Models spielen dabei eine wichtige Rolle. Genauso wie männliche Verbündete im Unternehmen. Denn Netzwerkarbeit ist dann besonders wirksam, wenn sie dazu führt, dass Strukturen im Unternehmen gemeinsam verändert und Produkte oder Dienstleistungen verbessert werden.
Was diesen Auftakt besonders gemacht hat, war die Offenheit im Austausch. Es gibt bereits viele gute Ansätze draußen. Der Schlüssel liegt darin, sie sichtbar zu machen und voneinander zu lernen. Die WiM Netzwerk Dialoge finden deshalb ab jetzt quartalsweise statt. Ziel ist es, weitere Netzwerke vorzustellen, Erfahrungen zu teilen und einen Raum für niedrigschwelligen offenen Austausch zu schaffen.
Ihr wollt euer Netzwerk beim nächsten Mal vorstellen? Dann meldet euch bei uns unter office@womeninmobility.org




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