Von Bürgerbus bis Netzwerkarbeit: Ehrenamt bewegt Mobilität
- womeninmobility
- vor 22 Stunden
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Hinter guter Mobilität stehen oft Menschen, die niemand sieht. Zum ersten Ehrentag werfen wir einen Blick auf die Ehrenamtlichen, die Mobilität möglich machen. Beispielsweise bei den Bürgerbussen.

Am 23. Mai 2026 fand erstmals der „Ehrentag“ statt, ein deutschlandweiter Mitmachtag zum Geburtstag des Grundgesetzes, den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angestoßen hat. Die Idee dahinter: Vereine, Organisationen, Unternehmen, Einzelpersonen in Stadt und Land sind aufgerufen, sich mit eigenen Mitmach-Aktionen zu beteiligen. Das konnte eine Aufräumaktion sein, ein inklusives Sportturnier, ein Schnuppertag, ein Demokratiefest, ein Seniorenkaffee, ein Spielenachmittag. Jede noch so kleine Initiative, die das gesellschaftliche Miteinander fördert.
Wir als Women in Mobility unterstützen ehrenamtliches Engagement von ganzem Herzen. Denn hinter WiM steht ein ganzes Ökosystem aus ehrenamtlicher Arbeit:
Fachliche Expertise: Die Expertinnen aus unserem Netzwerk, wie beispielsweise die hinter unserer female Mobility Projektseite recherchieren, kuratieren und stellen ihr Wissen der Community und anderen zur Verfügung.
Organisation: Unsere Hubmanagerinnen in den Städten und Regionen koordinieren alle Events und Veranstaltungen. Online und bei euch vor Ort. Sie akquirieren Speakerinnen, knüpfen lokale Partnerschaften, planen Events, buchen Locations und kümmern sich um das Catering.
Planung & Strategie: Unsere Geschäftsführung, die WiM Base, kümmert sich um die Ausrichtung von WiM, sucht gezielt nach Unterstützern und Partnerschaften, die auf die Ziele von Women in Mobility einzahlen und unterstützt die Hubs im Hintergrund in ihrer Arbeit.
Markteing & Kommunikation: Das Office-Team übernimmt die Kommunikation der WiM Events vom kleinen Stammtisch bis zur großen Messe in Newslettern und Social Media, damit die Veranstaltungen
Und dann sind da noch die vielen kleinen, unsichtbaren Dinge: die E-Mail, nit der eine Expertin als Speakerin vorgeschlagen wird. Die Nominierung einer Frau für einen Preis. Der spontane Kaffee, der einer Newcomerin Orientierung gibt. Das Netzwerken, das eine Tür öffnet.
Ehrenamtliche bewegen die Mobilität
Women in Mobility sind aber nicht die einzigen, die sich ehrenamtlich für eine bessere Mobilität einsetzen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zum Beispiel ist eine der größten Mobilitäts-Lobbyorganisationen Deutschlands und lebt zu einem großen Teil von ehrenamtlichem Engagement: von lokalen Ortsgruppen, die Fahrradrouten erkunden, über die Koordination des jährlichen Fahrradklimatestest bis hin zur politischen Arbeit.
Auch bei den Verkehrswachten in Deutschland sind ehrenamtliche Schülerlots:innen, Trainer:innen und Berater:innen unverzichtbar. Sie sorgen dafür, dass Kinder sicher zur Schule kommen, führen Tote-Winkel-Aktionen durch und unterstützen die Polizei bei Großveranstaltungen.
Und allein in NRW engagieren sich in fast 150 Bürgerbusvereinen rund 3.200 ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer. Sie befahren Strecken, wo es keinen regulären ÖPNV mehr gibt und befördern jedes Jahr mehr als 1,2 Millionen Fahrgäste. Bürgerbusse sind ein besonderes Beispiel dafür, wie ehrenamtliches Engagement Mobilität ganz konkret verändern kann. Anders als klassische Mitfahrangebote oder Rufsysteme sind Bürgerbusse regulärer öffentlicher Verkehr. Sie fahren auf festen Linien, haben Haltestellen und Fahrpläne und sind in den ÖPNV eingebunden. Eingesetzt werden Bürgerbusse vor allem dort, wo klassische Verkehrsangebote an ihre Grenzen stoßen: in ländlichen Räumen, kleineren Gemeinden oder auf Verbindungen, die wirtschaftlich schwer darstellbar wären. Sie schließen Lücken, verbinden Ortsteile, bringen Menschen zu Bahnhöfen, Arztpraxen oder Einkaufsmöglichkeiten und sichern damit Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe.
Ihr Erfolg liegt aber nicht nur darin, Verkehrsangebote aufrechtzuerhalten. Die Menschen vor Ort gestalten ihr eigenes Mobilitätsangebot mit und übernehmen Verantwortung für ihre Region. Denn die Fahrerinnen und Fahrer sind Ehrenamtliche.
Beim Projekt „Koordinierung von Haupt- und Ehrenamt im ländlichen Raum am Beispiel der Koproduktion von Mobilitätsdienstleistungen“ (KOMOBIL2035), das den Erfolg von Bürgerbussen untersucht, heißt es:
"Mobil zu sein, ist die Voraussetzung für die Teilhabe am öffentlichen Leben. In vielen ländlichen Räumen gehen Gemeinden deshalb neue Wege, um die Versorgung ihrer Bevölkerung mit Angeboten des täglichen Bedarfs zu sichern und die Attraktivität der Kommune weiterhin aufrecht zu erhalten oder zu steigern. Um dies zu gewährleisten, ist ehrenamtliches Engagement unverzichtbar geworden."




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